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50 Jahre Volkshochschule (VHS) Menden-Hemer-Balve

Volkshochschule (VHS) Menden-Hemer-Balve beging ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem offiziellen Festakt.

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Am Freitag, den 4. September, stand die interkommunale Zusammenarbeit im feierlichen Fokus: Die Volkshochschule (VHS) Menden-Hemer-Balve beging ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem offiziellen Festakt. Für die FDP-Fraktion aus Hemer nahm die sachkundige Bürgerin Ursula Stopsack an der Veranstaltung teil. Sie hat zu dieser Einrichtung eine besondere und vielschichtige Verbindung, da ihr Ehemann seit der Gründung bis 2003 der Leiter dort war und sie bis vor kurzem selber zahlreiche Kurse gegeben und Studienfahrten geleitet hat.

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Die Veranstaltung würdigte das halbe Jahrhundert gemeinsamer Bildungsarbeit als ein echtes Erfolgsmodell für die Region. Seit dem Zusammenschluss vor fünf Jahrzehnten hat sich die Einrichtung zu einer unverzichtbaren Säule der Erwachsenenbildung für die drei Kommunen entwickelt. Die Feierlichkeiten boten den passenden Rahmen, um auf die historischen Meilensteine zurückzublicken und die anhaltende Relevanz der Institution für das gesellschaftliche Leben zu unterstreichen.

Die Volkshochschule (VHS) Menden-Hemer-Balve blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück, die untrennbar mit dem demokratischen Neuaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und den späteren strukturpolitischen Entwicklungen im nördlichen Märkischen Kreis verbunden ist. Ihre Wurzeln reichen bis in das Jahr 1946 zurück, als beispielsweise in Menden eine zunächst eigenständige Volkshochschule ins Leben gerufen wurde, ebenso geschah es in Hemer.

In dieser frühen Nachkriegszeit stand vor allem das Ziel im Vordergrund, der Bevölkerung nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur wieder den Zugang zu freier Bildung, demokratischen Werten und einem offenen kulturellen Austausch zu ermöglichen.

Ein entscheidender historischer und struktureller Wendepunkt war das Jahr 1975. Im Zuge der weitreichenden kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen sahen sich die Städte zunehmend mit der Herausforderung konfrontiert, ihre Verwaltungs- und Bildungsaufgaben effizienter zu bündeln.

Um den gestiegenen Anforderungen an eine professionelle Erwachsenenbildung gerecht zu werden, entschieden sich Menden, Hemer und Balve für einen zukunftsweisenden Schritt und legten ihre bis dahin eigenständigen Volkshochschulen zusammen. Sie gründeten 1975 einen kommunalen Zweckverband, unter dessen Dach die neu formierte, gemeinsame VHS im darauffolgenden Jahr ihre Arbeit aufnahm. Dieser strategische Zusammenschluss schuf die Voraussetzung dafür, finanzielle sowie personelle Ressourcen sinnvoll zu bündeln und das Bildungsangebot für die gesamte Region qualitativ und quantitativ deutlich auszubauen.

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In den Jahrzehnten nach dieser Neugründung entwickelte sich die Institution stetig weiter und passte sich kontinuierlich den gesellschaftlichen Umbrüchen an. Aus den anfangs oft noch überschaubaren Vortragsreihen und Zirkeln entstand ein hochgradig ausdifferenziertes Programm, das heute alle Bereiche des lebenslangen Lernens abdeckt. Neben der traditionellen Pflege von Regionalgeschichte, Kultur und politischer Bildung rückten im Laufe der Zeit weitere gesellschaftlich relevante Themenfelder in den Fokus. Insbesondere die Bereiche Sprachen und Integration, die seit den 2000er Jahren stark an Bedeutung gewonnen habe, die berufliche Weiterbildung, EDV-Qualifizierungen sowie umfassende Angebote zur Gesundheitsprävention bilden heute zentrale Säulen der Arbeit.

Mit jährlich Hunderten von Veranstaltungen hat sich die VHS Menden-Hemer-Balve so zu einer modernen und unverzichtbaren Bildungseinrichtung gewandelt, die den Menschen der drei beteiligten Städte ein verlässliches, kommunal getragenes Fundament für ihre persönliche und berufliche Entwicklung bietet.