Antrag FDP-Fraktion zu MaKI
Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Hemer hat am 6. Oktober 2026 einen Antrag an den Bürgermeister gerichtet. Darin wird gefordert, dass sich die Stadt beim „Marktplatz der KI-Möglichkeiten (MaKI)“ registriert und die dort gebotenen Optionen aktiv nutzt.
Was ist der „Marktplatz der KI-Möglichkeiten“? Der MaKI ist die zentrale Transparenz- und Matching-Plattform der öffentlichen Verwaltung für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Datenbank wurde im Januar 2025 vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) veröffentlicht. Das primäre Ziel der Plattform besteht darin, bereits in Behörden existierende KI-Anwendungen sichtbar zu machen und deren Nachnutzung zu fördern. Durch eine maximale Offenlegung soll zudem das Vertrauen der Bevölkerung in die staatliche Nutzung von KI-Systemen gestärkt werden.
Vermeidung von teuren „Insellösungen“ Hintergrund der Initiative ist die Erkenntnis, dass der Einsatz von KI enorme Potenziale bietet, um behördliche Abläufe zu beschleunigen und Dienstleistungen bürgernäher zu gestalten. In der Vergangenheit entwickelten Behörden oft isolierte „KI-Insellösungen“, ohne von den Vorarbeiten und Erfahrungen anderer Ressorts profitieren zu können. Die Plattform MaKI wirkt diesem Problem entgegen, indem sie transparente Einblicke bietet, wo und wie der Staat KI bereits erfolgreich einsetzt. So können Behörden bewährte Lösungen adaptieren, wodurch knappe Ressourcen für teure Neuentwicklungen eingespart und ressortübergreifende Kooperationen angestoßen werden.
Obwohl das Register anfangs primär für Bundesbehörden konzipiert war, hat der IT-Planungsrat mittlerweile die flächendeckende Einbindung von Ländern und Kommunen beschlossen. Ein Beispiel aus der direkten Nachbarschaft ist der Märkische Kreis, der sich bereits bei MaKI registriert hat.
Fokus auf effiziente und moderne Verwaltung Die antragsstellende Fraktion begründet den Vorstoß mit ihrem langjährigen Einsatz für die Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung und fordert hierbei ein höheres Tempo. Angesichts von Fachkräftemangel und knappen öffentlichen Kassen müsse die Verwaltung digitaler und agiler werden. Durch die Nutzung der Plattform erhofft man sich mittelfristig eine sogenannte „Digitalisierungsrendite“ sowie eine deutliche Steigerung der Servicequalität staatlicher Dienstleistungen. Neben der öffentlichen Verwaltung sollen von der Plattform, die stetig weiter ausgebaut und perspektivisch auch für Forschung und Zivilgesellschaft geöffnet wird, ebenso Bürger, Wirtschaft und Wissenschaft profitieren.