Arne Hermann Stopsack wieder Fraktionsvorsitzender beim LWL
Am Freitag, 19. Dezember 2025, hatte der Landschaftsausschuss in Münster die endgültige Zusammensetzung der 16. Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) festgestellt. Die Mitglieder der Landschaftsversammlung werden von den Vertretungen der Mitgliedskörperschaften, also den 18 Kreistagen und neun Räten der kreisfreien Städte, gewählt. Aus jeder kreisfreien Stadt und jedem Kreis ziehen je 100.000 Einwohner eine Vertreterin bzw. ein Vertreter in die Landschaftsversammlung ein. Die Parteien sind in der Landschaftsversammlung genauso stark vertreten, wie sie westfalenweit bei den Kommunalwahlen abgeschnitten haben, weshalb nach der Wahl in den Mitgliedskörperschaften ein Verhältnisausgleich stattfindet.
Insgesamt hat das Parlament des LWL in der neuen Wahlperiode (2025-2030) 114 Sitze statt 125 in der vergangenen Wahlperiode. Die CDU bleibt dabei die stärkste Fraktion mit 39 Sitzen (vorher 44), die SPD hat 28 Sitze (vorher 34), die AfD hat 18 Sitze (vorher 6) die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen14 (vorher 22). Sechs Sitze entfallen auf die Linke, wobei sich zusätzlich der Vertreter der Tierschutzpartei sowie der von DerPartei der Fraktion angeschlossen haben. Die FDP stellt vier Abgeordnete, die Freien Wähler zwei. Ferner ist ein Mitglied vom BSW in der Landschaftsversammlung als Einzelvertreter.
Jetzt konstituieren sich bei LWL die Fraktionen und es finden politische Gespräche über die Mehrheitsbildung statt. Es wird dabei zu einer großen Koalition aus CDU und SPD kommen. Die erste Sitzung der neuen Landschaftsversammlung mit den Gremienbesetzungen ist am 22. Januar.
Seit 2004 bilden die Freien Demokraten und Freien Wähler beim LWL eine gemeinsame Fraktion, was sie auch in den kommenden Jahren fortführen werden. In der ersten Sitzung der Fraktion wählten die Mitglieder der FDP und der Freien Wähler wieder Arne Hermann Stopsack (FDP) zu ihrem Vorsitzenden und Prof. Dr. Thomas Reinbold (Freie Wähler) zum Ersten Stellvertreter. Stopsack gehört dem Westfalenparlament seit 2009 an und ist dort seit 2017 Fraktionsvorsitzender. Neben den Themen Haushalt und Finanzen befasst sich Stopsack besonders mit der Gesundheitspolitik. Vor Ort in Hemer ist er seit 1999 Ratsmitglied und Fraktionsvorsitzender.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,4 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Der LWL hat einen Kernhaushalt von ca. 4,5 Mrd. Euro, insgesamt werden über 8,5 Mrd. Euro bewirtschaftet.
Der Märkische Kreis zahlte im Jahr 2025 155,4 Mio. Euro Umlage an den LWL. Im Gegenzug gab der LWL im Kreisgebiet Mittel von 307,3 Mio. Euro aus, das meiste davon für Menschen mit Behinderungen. Im Kreis beschäftigt der LWL direkt 840 Personen, die meisten in den Kliniken. In Hemer ist der LWL mit der Hans-Prinzhorn-Klinik sowie der Felsenmeerschule verteten.