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Bericht - Bürgerstammtisch der FDP-Hemer am 02.06.2026

„Überreguliert, unterversorgt - der Staat als Gesundheitsbremse“ war das Thema beim liberalen Bürgerstammtisch am zweiten Juni im Marians. Ergänzt wurde der Abend mit der Fragestellung: „Bedroht das anstehende Spargesetz auch die hausärztliche Versorgung?“ Hausärztin Frau Dr. med. Katja Sielhorst ergänzte dankenswerterweise die Runde mit fachlicher Expertise. 80% der Fälle werden meist komplett von den Hausärzten versorgt. Außerhalb der Praxiszeiten steht entweder die Notaufnahme oder die Notfallpraxis zur Verfügung und unter der Nummer 116117 kann zusätzlich geholfen werden. 

Bei der anstehenden Gesundheitsreform sollen nun integrierte Notfallzentren an ausgewählten Klinikstandorten flächendeckend aufgebaut werden. Diese integrierten Notfallzentren sind rund um die Uhr geöffnet. Diese bestehen aus der Notfallaufnahme, einer Notdienstpraxis und einer zentralen Ersteinschätzungsstelle. Frau Dr. Katja Sielhorst befürchtet hier eine kostspielige und zeitraubenden Doppelstruktur, weil ja zeitgleich auch die Praxen geöffnet haben und Ärzte nicht in unbegrenzter Zahl zur Verfügung stehen. 

FDP-Mitglied Michael Roßbach ist selbst in der Gesundheitsbranche tätig und war als stellvertretender Leiter des Bundesarbeitskreises Gesundheit und Pflege der Jungen Liberalen mit dabei. Seine Zahlen, z.B. zur Demographie, bis 2040 +23% Rentner und -11% Berufstätige machten deutlich, dass bei der Finanzierung des Gesundheitswesens etwas passieren muss, allerdings wird es dazu keinen Königsweg geben. Einvernehmlich waren die Ziele: Abbau von Überregulierung und Ausbau der Digitalisierung, um auch den kranken Menschen Wege zu ersparen und mehr Service zu bieten.