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Der Steinert-Parkplatz – aus Fehlern lernen

Es ist unstrittig, dass der (gepflasterte) Parkplatz an der Steinert sanierungsbedürftig war, aber ...

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Es ist unstrittig, dass der (gepflasterte) Parkplatz an der Steinert sanierungsbedürftig war, weil jahrelang keine grundständige Instandsetzung oder Unterhaltung erfolgte.

Der Vorteil von Pflaster ist normalerweise: Aufnehmen, Untergrund richten, verfestigen, wieder pflastern, besanden, abrütteln und der Parkplatz ist mit geringem Aufwand wieder wie neu.

Aufgrund von Fördermitteln für eine Entsiegelung der Fläche und einer besseren Wasserspeicherfähigkeit, ist nun aus dem dringend benötigten (Dauer-) Parkplatz für Beschäftigte, Geschäftsinhaber, Arztpraxen und deren Mitarbeiter eine teure Dauerbaustelle geworden, deren Ende vermutlich nicht bis zu den Hemeraner Herbsttagen zu schaffen ist!

Leider sind nicht alle Kostenpositionen förderfähig. Die Kostenschätzung vom 20.8.2024 lag bei 410.000 €. Davon werden nur 213.000 € mit 60% gefördert. Das heißt 128.000 Euro ist die Förderung für die Stadt und 282.000 € zahlt die Stadt aus eigener, leerer Tasche. Dass es dabei nicht bleiben wird, ist jetzt schon sicher. Und das, um irgendwann 80 m³ Regenwasser langsamer an den Bach abgeben zu können. Und hinzu kommt noch, dass nach der Baumaßnahme weniger Stellplätze zur Verfügung stehen werden.

FDP-Ratsmitglied Andrea Lipproß (Ausschuss Stadtplanung, Umwelt und Verkehr) hat schon im Sommer 2023 mit einer Anfrage, die stümperhafte Reparatur einer Pflasterabsenkung im Einfahrtsbereich des Parkplatzes mit darüber geschüttetem Asphalt moniert. Die Antwort der Verwaltung im Ausschuss: Es wurde so „kostengünstig“ repariert, weil Fördermittel winkten.

Im September 2024 wurden Details der teuren Parkplatzsanierung den Mitgliedern im StUV vorgestellt. Allein Andrea Lipproß hat für die FDP diese teure Ausführungsplanung abgelehnt. Sie schlug vor, auch eine normale Sanierung unter Bau einer Überdachung mit einer PV-Anlage in Betracht zu ziehen und diese Kosten zu prüfen, da man das Regenwasser so sauberer sammeln könne.

In einer Sitzung des Ausschusses wurde von Andrea Lipproß darauf hingewiesen, dass bei der Neugestaltung des Parkplatzes wahrscheinlich auf Grund von Abrieb und Verschmutzungen von Autos Bodenbelastungen festgestellt würden, die zu höheren Entsorgungskosten führen. Diese Bedenken wurden von der Verwaltung zurückgewiesen. Jetzt wurde durch einen Bericht im IKZ vor den Ferien bekannt, dass der Boden doch kontaminiert sei und gesondert entsorgt werden müsse. Es wird also teurer; was allerdings noch nicht mit konkreten Beträgen hinterlegt wurde.

Wenn man das alles betrachtet, sieht man, dass dieser Parkplatz kein Beispiel für gute Planung und für gute Politik ist. Man hätte besser auf die FDP hören und Alternativen prüfen sollen.

Da dieses (Steinert-) Kind aber nun schon in den Brunnen gefallen ist, muss jetzt dringend der Blick auf die Fläche des Hademareparkplatzes gerichtet werden.

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Dort löst sich seit Oktober 2024 die Pflasterfläche im Kurvenbereich vor den Behindertenparkplätzen auf der Rathausseite. Dieser Schaden wurde von Lipproß am 8.10.2024 über die BürgerechoApp gemeldet. Die Rückmeldung erfolgte dann als „ungelöst abgeschlossen“ am 8.7.2025, also 9 Monate später! Inzwischen löst sich das Pflaster auf der ganzen Länge der rathausseitigen Fahrspur und die ersten Pflastersteine zerbröseln schon an den Kanten. Die Steine wackeln oder stehen stellenweise so hoch, dass Stolpergefahr besteht. 

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Es ist zu befürchten, dass es auch bei diesem Parkplatz so weiterläuft und die Instandhaltung vernachlässigt wird. So wird irgendwann der Politik ein teurer Neubau vorgeschlagen, der dann deutlich über einer Million Euro liegen wird. 

Der Vorteil von Pflaster ist normalerweise: Aufnehmen, Untergrund richten, verfestigen, wieder pflastern, besanden, abrütteln und der Parkplatz ist mit geringem Aufwand wieder wie neu.

Auf was wird hier gewartet?

 

Darüber berichtete der IKZ in seiner Ausgabe am 8. August 2026.