FDP-Fraktion fordert KI-Chatbot
Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Hemer hat im September 2026 einen Antrag zur Einführung eines KI-gestützten Sprach- und Dialogassistenten (Chatbot) gestellt. Dieser digitale Assistent soll zeitnah auf der offiziellen Internetseite der Stadt Hemer (www.hemer.de) und idealerweise auch auf der Website des Sauerlandparks (www.sauerlandpark.de) implementiert werden.
Bürgerservice rund um die Uhr: Wir möchten, dass dieser Chatbot als digitaler Lotse fungiert und Bürgerinnen und Bürgern rund um die Uhr (24/7) Fragen zu kommunalen Dienstleistungen beantwortet. Er soll bei der Navigation auf der städtischen Homepage helfen und die Nutzer zielgerichtet zu den richtigen Formularen, Ansprechpartnern und Dienstleistungen führen. Ein großer Vorteil dieser Technologie: Anstatt mühsam nach administrativen Fachbegriffen suchen zu müssen, können Anfragen ganz einfach in natürlicher Alltagssprache gestellt werden.
Die Einführung eines solchen Systems bietet aus Sicht der FDP Hemer drei entscheidende strategische Vorteile:
- Erhöhung der Bürgerfreundlichkeit und Barrierefreiheit: Der Chatbot schläft nicht und steht auch abends auf dem Sofa oder am Wochenende zur Verfügung. Zudem bieten moderne Systeme automatische Übersetzungsfunktionen und Ausgaben in „Leichter Sprache“, was einen enormen Gewinn für die Barrierefreiheit, Inklusion und Integration in Hemer darstellt.
- Entlastung der Verwaltung im Zeichen des Fachkräftemangels: Ein Chatbot kann standardisierte und wiederkehrende Anfragen, die oft 30 bis 40 Prozent des gesamten Kontaktvolumens ausmachen, automatisiert abfangen. Dadurch werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus – insbesondere im Bürgerbüro und an der Telefonzentrale – spürbar entlastet. Diese freigewordene Zeit kann dann für komplexe Sachverhalte und die persönliche Beratung von Menschen genutzt werden, die tatsächlich auf menschliche Hilfe angewiesen sind.
- Schnelle und sichere Umsetzung: Ein Chatbot erfordert heutzutage kein jahrelanges IT-Großprojekt mehr. Es gibt bereits bewährte „Plug-and-Play“-Lösungen für Kommunen (wie beispielsweise den Anbieter Merlin), die das nötige Verwaltungswissen bereits mitbringen und vollständig DSGVO-konform sind. Diese Systeme greifen über Schnittstellen auf bestehende Datenbanken zu, sodass Gesetzesänderungen automatisch berücksichtigt werden.
Die nächsten Schritte Mit unserem Antrag möchten wir dass die Stadtverwaltung, im Vorfeld die technischen Voraussetzungen, die Kosten für Implementierung und Lizenzen sowie mögliche Förderungen durch Digitalisierungsprogramme des Landes NRW oder des Bundes prüft. Im Anschluss soll dem Haupt- und Finanzausschuss eine Konzeptskizze inklusive Marktsichtung zur finalen Entscheidung vorgelegt werden.
Für unseren Fraktionsvorsitzenden Arne Hermann Stopsack ist klar: Auch wenn Digitalisierungsprojekte Geld kosten, spielt sich dieser Aufwand schnell wieder ein. Mit der Einführung eines digitalen Assistenten würde die Stadt Hemer einen entscheidenden und sichtbaren Schritt in Richtung einer modernen, bürgernahen und effizienten Verwaltung gehen.
Hier können Sie den gesamten Antrag lesen: